Freitag, 26. Oktober 2012

Ampana

Auf dem Weg zu den Togean Islands...
Ich finde das Hotel, in dem ich gerade bin, ernsthaftig gut, für 100.000 IDR absolut angemessen.

Hier ist wegen Feiertag gerade alles zu inkl. Fährtransport, deshalb war eigentlich ein Tag mut GARNICHTS angesagt.

Aber ich habe (alle normalen Warungs echt geschlossen) Mittagessen spontan bei der Familie eines Krankenpflegers bekommen, der auf einer der Inseln arbeitet, zusammen mit der Doktorin, und ihrem Mann, der dort Lehrer ist. Es gibt Lepra, und falciparum-Malaria, sehr interessant! Habe mich dort eingeladen...

Und netten Abend biertrinkend mit zwei deutschen Jungs (der eine spricht sogar indonesisch!) gehabt, for a change, mal was anderes!  Die haben mir auch eine Packung  Kaugummis (33 Stück, ab jetzt jeden tag max. 2) geschenkt haben, Luxusgut!!!

Ansonsten fürchte ich (hoffe ich), dass ich dort in den nächsten 1 - 2 Wochen keinen Handyempfang haben werde.... Also nur nicht wundern!

Villeroy und Boch: Standart Indonesia

Dieses Badpaket zeigt praktischen Luxus.

Die übliche Toilettendusche ist mit dem Wasserhahn kombiniert. Die Zwei-Hahn-Lösung macht unklare Druckknöpfe überflüssig. Die Toilettenschüssel überzeugt durch die Robustheit ihrer beweglichen Teile. Das mobile Mandi-Becken kann durch Umdrehen jederzeit aktiviert werden.

Der Antischimmelüberzug der Tür kann bei Bedarf erneuerbar. Das Handwaschbecken sowie die Vorhangstange dienen aufgrund der Funktionalität der übrigen Elemente nur der Dekoration.




Mittwoch, 24. Oktober 2012

Sulawesische Kleinstädte

Sind mir die liebsten!
Palu - der Lonely Planet, der ja sowieso keine Referenz sein sollte, beschreibt ein Städtchen mit Banken und Apotheken und sonst nicht viel zu tun. Von beiden gibt es tatsächlich viele und überhaupt heißt das Motto Shopping, Shopping, Shopping, aber klassischer Einzelhandel, es gibt nur eine „Mall“, und die erfüllt auch noch lange nicht die Vorstellung eines europäischen Hirns.

Dafür sind die Menschen wieder so lieb!
Folgendes ist heute passiert: Ich betrete ein „Reisebüro“, das Bootstickets verkauft. Grosse Augen zweier junger Damen sehen mich an, wahrscheinlich bin ich die erste Europäerin, die den Laden jemals betreten hat. Man ruft die Pelni-Bootsflotte an (das ist hier immer so, ein Reisebüro braucht im GrunDe nur ein Telefon und einen Quittungsblock) und findet heraus, dass es ausgerechnet jetzt meine Verbindung gar nicht gibt, Instandhaltunsarbeiten am Boot. Es schockt mich nicht, da es auch noch einen anderen Weg auf diese Inseln (s.u.) gibt, mit dem Bus in eine andere Stadt und dann Fähre. Den Bus verkaufen sie nicht, denn due Busunternehmen sind hier umständlicher weise alle einzeln organisiert und haben ihr Office jeweils irgendwo. Und soo klein ist Palu dann doch nicht. Da springt die aufmerksam zuhörende zweite Kundin, ihr Name ist Sri, in die Bresche: Neben ihrem Haus ist nämlich so eine Busfirma! Energusch leiht sie einen Helm von den Reisebüro Mädchen und fährt much mit dem Moped durch die halbe Stadt, tatsächlich genau neben ihrem Haus sitzt die Firma, wir sagen ihrem Vater und ihren Kindern Guten Tag und kaufen das Ticket, danach fährt sie much wieder zurück znd gibt noch den Helm ab, sie hat auch schon bei der Busfirma meine Handynummer notiert und so bekomme ich gleich noch ihre, falls ich irgendwelche Probleme in der Stadt habe, soll ich mich jederzeit melden....

Und an meinem ersten Allein-Tag hier war ich ja schon Paragliden mit Sadat, der lange in Köln gelebt hat, und am Folgetag hat mich der Paragliding-Instructor, Asgaf, Eine Stunde raus ins Nahrerholungsgebiet gefahren (Strand, Korallen, und ein unsägliches „Ressort“, in dem nur deutsche und österreichische Pauschal-Tauchurlauber rumhingen, schrecklichstes Klientel seitdem ich hier bin!!!). Leider hat er mein Alleinsein dann doch für einen unvorsichtigen Annäherungsversuch missinterpretiert und mir damit die Entscheidung gegen das Bleiben und Paragliden zu lernen erleichtert.

Dann hatte ich vorher noch einen Abrnd an der Mall mit Helena, Bankmitarbeiterin, Kopftuchtragerin, Paraglidingschulerin, und von Zeit zu Zeit bekomme ich sms oder Whats apo Nachrichten von den neuen Bekannten hier oder noch aus Kendari, der anderen sulawesischen Kleinstadt, die nichts zu bieten hat außer ihren freundlichen Menschen...

Und das Shopping eben, mir hat es vollständig gereicht, meine Vorräte aufzufüllen bevor ich weiterfahre auf die andere Seite der Insel, auf den nächsten “Golf“ Sulawesis, auf die sagenumwobenen Togean Islands. Also, für die Eingeweihten, natürlich auch nur so ein paar kleine Inseln mit weißen KorallenStränden, Kokospalmen, Hängematten, Schnorcheln bis zum Abwinken, lesen, Reis mit Reis essen, Schnorcheln, lesen, Ukulele spielen, schnorcheln, ach, gähn, wie langweilig!!! Yeah!!! Endlich der Strandurlaub! Bis das Bargeld alle ist! Und dann kann man ja noch tauchen, Advanced Adventurediver werden, und, ja, soweit ich weiß kann man mindestens in einem der TauchLäden eine Unterwasserkamera ausleihen und EUCH folglich noch mit Fotos aus der Welt da unten belästigen!!!

Ich bin so stolz auf meine Besorgungen!
Sonnenschutzlotion SPF 24, ja, liebe Hiergewesene, meine 50er Vorräte werden sich auf den Hardcoretropeninseln (übrigens quasi direkt auf dem Äquator!) bald erschöpfen, und auch die von Daniela geerbte 30er wird nicht ewig halten, und da ist 24 doch ein Highlight auf meiner durchaus bereits gebräunten Haut.
Ein Speedo-Badeanzug für 6,50€ im Trockenzeitschlussverkauf! Ein Schwimm-Lycra-T-Shirt, direkt neben den Schwimm-Burkas hängend (nicht wirklich Burka, aber Langarm und-Beinanzug), den ich nicht anprobieren durfte, Unterwäsche!, naja, XL passt..., und der extra zur Kasse gebracht werden musste, weil er 15 € kostet, das meiste an Kleidung in der Mall aber maximal ein Drittel davon. Damit kann ich jetzt sonnengeschützt stundenlang den Äquator auf und ab und von rechts nach links beschnorcheln und beschwimmen.
Und: Mucke

Oh nein, zwischendurch ein Anruf, der mir die Formatierung zerschlägt! Also, sogar Mückenzeug, DEET, aber nur 13% (!!! Viel zu wenig, hält ne Stunde!?). Nunja, also, morgen wieder 10 Stunden Busfahren... Aber ich kenne den Chauffeur ja schon, und ich sitze ganz vorne, mit Blick auf die Landschaft, die ich zuletzt nur nachts mit Daniela durchfahren Bin. Nach Ampana, Unterkunft für eine Nacht finden, ohne dass ein freundlicher Sadat mir hilft, und hoffentlich am Folgetag schon auf Bach Pulau Togian. Mmh, hoffentlich ist nicht wieder nur die typische indonesidche Pärchen Klientel dort vor Ort. Zurück muss ich mittelfristig eh über Palu zuruckfliegen (zurück ist in dem Fall Bali oder Java), und kann hier mein Leben als Star (Hello Mister, Woher kommst du, wohin gehst du, und wie lange bist du schon da, und überhaupt, alleine!!!???) Fortsetzen. Sadats Frau liess mich in dem Telefonat offiziell einladen für dann, wenn ich wiederkomme. Ach ja, ich war sogar beim Friseur. Ja, es war schwierig, es ist ja in D schon schwierig, und das Vokabular hab ich nicht zur Hand. “Welches Modell wollen sie?“ - Äh, Modell lockiges europäisches Haar!?!? Also, Modell “Gegenteil vom Haar hier?“ Aaahhh, lass die Rundbürste weg! Nunja, ein paar Stunden NACH Fön und Rundbürste und mithilfe der Feuchtigkeit des Äquators kann ich sagen: Doch besser als vor dem Schneiden! 3 € definitiv wert. Klingt alles so billig, aber an der Unterkunftsfront wird mit harten Bandagen gekämpft. Also, alles gut in Indonesien, haltet die Ohren steif im nasskalten Berlin, bei euren vergleichsweise sinnvollen Tätigkeiten!!! Foto Impressionen aus Palu. Übrigens, die Minibusse funktionieren hier anders als in allen anderen indonesischen Städten, ala fast uberall auf der Welt: sie fahren dich, sofern es nur ungefähr ihre Richtung ist, taxiartig dahin, wo du willst, statt nur ihre Strecken hoch und runterzufahren.


Sonntag, 21. Oktober 2012

Palu

Eine Stadt, von der es ueberhaupt nichts zu erwarten gab...Bin wieder alleine, Daniela ist leider abgereist. Vielleicht lerne ich dafuer Paragliden. Hat sich so ergeben.



Donnerstag, 18. Oktober 2012

Tentena - Lake Poso wie Trinkwasser...

Eigentlich muss ich noch von unserer Tour durch submontanen Regenwald von LIMBONG nach PULU PULU im Torajaland erzählen. Das war nervenaufreibend...

Aber schon wieder sind wir woanders, und die Erzählung dazu beunruhigt nicht so sehr wie das Grosse Abenteuer, das da hinter uns liegt:

Naja, irgendwie haben wir schon wieder Entfernungen unterschätzt, wollten uns nach einem Ruhe-/Waschtag nach ebendiesem Trip Richtung Norden orientieren, und haben auch wieder, möglicherweise zu voreilig, Verbindungs Flüge für Daniela gekauft.

Also sind wir in anstrengend gebirgigen 13h von Rantepao nach Tentena, an den Pososee in Zentralsulawesi. Hier ist im wesentlichen nichts. Aber Kirchen, viele Kirchen, nur eine Moschee, die morgens nicht weckend laut zu hören ist, und eine kleine Hindu Gemeinde aus dem Transmigratiosprogramm der siebziger Jahre. Plötzlich sieht man Haustempel wie auf Bali!

Dann gibt es einen tollen großen Wasserfall, der ein wenig Pamukkaleartig über Stufen durch tropischen Wald fliesst.

Und natürlich der Star, der See: Über dreißig km lang, 15 breit, bis zu 500 m tief. Viele endemische Arten.

Das Wasser hat Trinkwasserqualität!!! Ich bin noch nie in so einem klaren, und warmen, See geschwommen. Schon toll! Wie eine Badewanne sogar, so schön!

Und der Blick ist weit und die Wolken gross, die Kühe stehen glücklich zwischen den abgeernteten Reisfeldern herum. Wir bleiben noch einen Tag...

Ich lese ein Buch “The Ecology of Sulawesi“ und lerne, dass sich die Insel in ihrer komischen Form erst vor erdgeschichtlich kurzem vereinigt hat. Sehr interessant.




On the road again

Nach Zentralsulawesi...
Schwarzer Reis nach Torajaart im Bambusrohr mit Kokoswasser gekocht, mit Sambal.



Dienstag, 16. Oktober 2012

Für Ari und Moritz

Ne, is natürlisch die Daniela!!!

Oh, Mann, wir sind zurück von einem Höllentrip Trekking in Zentralsulawesi mit drei Nächten im Zelt, sowie einer unbeabsichtigt komfortabel beim Dorfvorsteher in Limbong, mindestens 30 km den einen Tag mit Gepäck auf Rücken und als i-Tüpfelchen der krassesten Truckfahrt meines Lebens heute, es war wahnsinnig, aber wir haben es bis auf Muskelkater und massiv pflanzenzerkratzte Arme hervorragend überlebt :-)

Später hoffentlich mehr dazu!

Danke für Comment, ihr seid also noch dabei!

Auf dem Foto Guide und Träger in der ersten Übernachtung. Wir hatten noch ein Zeltchen angeschafft...